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Highlight 132
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Ausgabe vom 12. April 2002
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Feuerkugel über Süddeutschland
In der Nacht vom 6. auf den 7. April, 22:20:18 MESZ wurde über Bayern ein außergewöhnlich heller Meteor gesichtet, der in der Öffentlichkeit und der Presse deutschlandweit großes Aufsehen erregte. Das Ereignis ist ein ausgesprochener Glücksfall für die Wissenschaftler vom DLR Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung (Berlin-Adlershof), denn der Meteor fiel in einem Gebiet, das vom DLR-betreuten Europäischen Feuerkugelnetz routinemäßig mit Kameras überwacht wird. Die Kameras arbeiten nach einem einfachen Prinzip: sie fotografieren jeweils einen stark gewölbten Spiegel, wodurch eine Beobachtung des gesamten Himmels gewährleistet wird. Die Kameras erstellen jeweils eine Belichtung pro Nacht. Aus den Bildern mehrer Stationen lassen sich in der Regel die Flugbahn und Geschwindigkeit des Meteors, sowie die physikalischen Eigenschaften des Flugobjektes bestimmen. Die beiden Bilder zeigen die Aufnahmen der bei Augsburg gelegenen Kamerastation Streitheim (links) und der weiter nördlich gelegenen Station Tuifstädt (rechts). Die Leuchtspur des Meteors, am südlichen Horizont deutlich sichtbar, ist wegen der enormen Helligkeit des Objekts stark verschmiert. Insgesamt wurde der Meteor von 7 der Kamerastationen aufgezeichnet! Während die meisten Meteore in der Hochatmosphäre verglühen, konnte das Objekt vom letzten Wochenende tief in die Atmosphäre eindringen, wie die Aufnahmen zeigen. Die Leuchtspur endet etwa 15-20 km über dem Boden. Es wird daher vermutet, dass eine kleine Restmasse, ein sogenannter "Meteorit", den Boden erreicht hat. Der Aufschlagpunkt wird im Großraum Garmisch-Partenkirchen vermutet; genaue Auswertungen der Aufnahmen laufen noch. Dieses Highlight der Woche wurde von Dieter Heinlein und Dr. Jürgen Oberst, den technischen und wissenschaftlichen Leitern des DLR-Feuerkugelnetzes, zur Verfügung gestellt. Weitere Informationen zum Europäischen Feuerkugelnetzes finden sich unter www.dlr.de/feuerkugelnetz/. Autor: Dr. Juergen Oberst WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/2002/132/index.shtml |
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