DLR Logo
Highlight 97
Ausgabe vom 25. Mai 2001
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Vergleich von Amalthea und Io

Io und Amalthea

Die beiden Bilder zeigen eine kombinierte Ansicht der Jupitermonde Amalthea und Io in identischem Maßstab. Der Durchmesser von Amalthea beträgt ungefähr 150 Kilometer. In Wirklichkeit ist Amalthea wesentlich dunkler als Io, wurde hier jedoch (um eine vergleichende Betrachtung zu ermöglichen) in ähnlicher Helligkeit abgebildet.

Die Form von Amalthea ist durch Einschlagskrater und unregelmäßige Fragmentierung geprägt. Im Gegensatz dazu ist die Masse und damit auch die Gravitation von Io genügend groß um Io in eine leicht ellipsoidal verformte Kugelgestalt zu zwingen, wie es auch im Fall der Erde geschieht. Amalthea ist von Kratern bedeckt, da dort keine Prozesse ablaufen, die diese Einschlagsstrukturen überprägen oder erodieren könnten. Auf dem vulkanisch extrem aktiven Io werden Einschlagskrater sehr schnell von Laven und anderem vulkanischen Material bedeckt. Einige dieser vulkanischen Materialien entweichen aus der Kruste von Io und tragen vermutlich zu der rötlichen Färbung von Amalthea und den anderen kleinen inneren Monden bei.

Die Amalthea- und Io-Farbbilder, aufgenommen mit dem digitalen SSI-Kamerasystem an Bord der Galileo-Raumsonde wurden hier Seite an Seite gestellt um einen Vergleich zu ermöglichen. Die Aufnahmen stammen von verschiedenen Orbits. Die Abbildung von Amalthea wurde zusammengesetzt aus Aufnahmen durch den Breitbandfilter während der sechsten Jupiterumrundung und Farbfilteraufnahmen niedrigerer Auflösung in den Wellenlängenbereichen 1-Mikrometer, violett und grün, gewonnen während des vierten Orbits. Die Io-Aufnahmen wurden am 2. Juli 1998 (Orbit 14) gewonnen. Sie setzen sich zusammen aus Aufnahmen mit dem 1-Mikrometer, Violett- und Grünfilter.

Die Galileo-Mission wird vom Jet Propulsion Laboratory in Pasadena im Auftrag der NASA durchgeführt.

Weitere Informationen finden sich auf den deutschsprachigen Seiten der Galileo-Mission. Wissenschaftler am Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung des DLR sind als einzige nicht-amerikanische Gruppe am Kameraexperiment beteiligt. Die Auswertung der Daten erfolgt hauptsächlich in der Abteilung Planetengeologie des Fachbereichs Planetenerkundung in Berlin-Adlershof. Von besonderem Interesse ist die geologische Entwicklung und Altersbestimmung, aber auch die geochemische Zusammensetzung der vier großen Jupitermonde.


Autor: Tilmann Denk WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost
URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/097/index.shtml

Merkur

Venus

Mond

Mars

Jupiter

Saturn

Kleine Koerper

Kleinsatelliten

SOFIA

Kamerasysteme

Sonstiges
Copyright © 2006 Deutsches Zentrum für- und Raumfahrt (DLR). Alle Rechte vorbehalten.