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Highlight 118
Ausgabe vom 30. November 2001
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Absackende Bergklippen auf Io in hoher Auflösung

Absackende Bergklippen auf Io

Diese hoch aufgelösten Bilder zeigen eine in sich zusammensackende Bergklippe am Rand eines Berges mit Namen "Telegonus Mensa" auf dem Jupitermond Io. Sie wurden von der Galileo-Sonde der NASA aufgenommen.

Als Galileo im Oktober 2001 in geringer Höhe den Südpol von Io überflog, wählten die Wissenschaftler diese Klippe als Beobachtungsgebiet, um Erosionsprozesse studieren zu können. Auf der Erde verursachen zumeist Wasser und Wind Erosion; Io jedoch besitzt weder Wasser noch eine Atmosphäre. Hier bricht die Klippe unter dem Einfluss der Gravitation in sich zusammen.

Das kleinere Bild hat eine Auflösung von 10 Meter pro Bildpunkt. Die Galileo-Kamera nahm es aus einer Entfernung von etwa 1000 km auf. Das größere Bild zeigt die Umgebung dieser Aufnahme mit einer Auflösung von 40 Meter pro Bildpunkt; es wurde aus einer Entfernung von etwa 4200 km aufgenommen. Norden ist in den Bildern oben, und die Sonne beleuchtet die Oberfläche von rechts.

Wissenschaftler am Institut für Weltraumsensorik und Planetenerkundung des DLR sind als einzige nicht-amerikanische Gruppe am Kameraexperiment der Mission Galileo beteiligt. Die Auswertung der Daten erfolgt hauptsächlich in der Abteilung Planetengeologie. Von besonderem Interesse ist die geologische Entwicklung und Altersbestimmung, aber auch die geochemische Zusammensetzung der vier großen Jupitermonde.

Bilder zu Jupiter und seinen Monden finden im Projekt Galileo und einigen Highlights der Woche.


Autor: Tilmann Denk WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost
URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/118/index.shtml

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