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Highlight 142
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Ausgabe vom 12. Juli 2002
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Erstmalig Buschfeuer bereits an Bord eines Satelliten erkannt
Der in Berlin gebaute DLR Satellit BIRD erkennt im Flug australische Buschfeuer mit einem künstlichen Neuronalen Netzwerk.
Am 1.Juli 2002 etwa 10 Uhr Ortszeit wurden Buschfeuer in Nord-Australien unweit
von Vancouver Point durch die Infrarot-Sensoren des DLR Satelliten BIRD
aufgenommen. Das Bild zeigt einen Ausschnitt des Bildstreifens des WMIR-Kanals
(3,4-4,2 Mikrometer) und eine Vergrößerung des brennenden Gebietes.
Die Feuer-Fronten (rotes Overlay) wurden im BIRD Nutzlast-Computer unmittelbar nach der Aufnahme automatisch erkannt und können auch von Falschalarmen wie spiegelnde Sonnenreflexionen unterschieden werden. Damit wurden weltweit erstmalig an Bord eines Satelliten Vegetationsfeuer automatisch erkannt und klassifiziert. Üblicherweise werden Satellitendaten nach einer Vorprozessierung am Boden thematisch ausgewertet und dem Nutzer zur Verfügung gestellt. BIRD soll zeigen, dass wesentliche Teile dieser Verarbeitungsschritte schon an Bord des Satelliten ausgeführt werden können. Realisiert wurde diese An-Bord-Klassifikation in einem Neuronalen-Netzwerk-Prozessor vom Typ NI 1000, der während der BIRD Mission vom Boden aus angelernt wurde. Als Grundlage für diesen Trainings-Prozess dienten Bild-Szenen der australischen Sydney-Buschfeuer die zu Beginn dieses Jahres mit BIRD aufgenommen werden konnten. Die An-Board-Erkennung von Vegetationsbränden auf dem Kleinsatelliten BIRD demonstriert eine neue technische Lösung zur schnellen Bereitstellung von extrem kompakter Information über Feuer aus dem Weltraum.
Die Informationen zu diesem Highlight stammen von Dr. Winfried Halle aus dem Institut
für Weltraumsensorik und Planetenerkundung, wo der Satellit BIRD gebaut und getestet wurde.
Autor: Dr. Winfried Halle WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/142/index.shtml |
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