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Ausgabe vom 04. September 2007
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Saturnmonde in einer Bildermappe


Links: Titan im Ultraviolett (blau) und Infrarot (rot und grün).
Rechts: Enceladus, Mimas / Titan: Oberfläche, Nebelschicht / Phoebe, Iapetus, Rhea
Bild: NASA/DLR/RPIF

Der Ringplanet Saturn besitzt nach dem Jupiter die meisten derzeit bekannten Monde in unserem Planetensystem. Während für Jupiter derzeit (September 2007) insgesamt 63 Monde bekannt sind, wurde vor kurzem der 60. Saturnmond entdeckt. Da die Raumsonde Cassini noch einige Zeit aktiv sein wird, könnte Saturn seinen großen Nachbarplaneten Jupiter in der Anzahl der Monde also noch überholen.

Der erste Saturnmond wurde bereits 1655 von Christiaan Huygens entdeckt. Es war Titan, der zweitgrößte Mond im Sonnensystem insgesamt. (Nur der Jupitermond Ganymed ist größer). Der Astronom Jean-Dominique Cassini entdeckte die nächsten vier Monde zwischen 1671 und 1684: (Iapetus, Rhea, Dione du Tethys). Als die Raumsonde Cassini 1997 zum Saturn startete, stand die Zählung bei 18 Saturnmonden. In den 10 Jahren, die seitdem vergangen sind, hat sich durch erdgebundene Teleskope die Zahl um weitere 37 erhöht. Zusätzlich wurden noch fünf Monde durch die Raumsonde Cassini entdeckt.

Der 60. und bislang letzte Neuzugang ist der fünfte von Cassini entdeckte Mond und wurde zunächst provisorisch S/2007 S4 benannt. Der nur 2 km große Mond erhielt jetzt den offiziellen Namen Anthe. Zusätzlich trägt er auch die Bezeichnung Saturn XLIX, da er der 49-ste Saturnmond mit einem "echten" Namen ist. Anthe ist in der griechischen Mythologie eine der sieben Töchter des Riesen Alkyoneus. Die anderen vier Entdeckungen des Cassini-Teams sind die kleinen Monde Methone, Pallene, Polydeuces und der noch unbenannte 2005 S1.

Von den 60 Saturnmonden haben manche besondere Eigenheiten. Titan ist mit 5150 km Durchmesser außergewöhnlich groß und besitzt eine dichte Atmosphäre, während Iapetus auf einer Seite so hell wie Schnee ist und auf der anderen so dunkel wie Samt. Zwei Monde umlaufen den Saturn in Lücken innerhalb seiner Hauptringe. Andere, wie Prometheus und Pandora, beeinflussen das Material der Ringe, welches sie wie Hirten auf ihre Kreisbahn lenken. Einige kleinere Monde sind in derselben Umlaufbahn wie Tethys oder Dione gefangen. Janus und Epimetheus kommen sich gelegentlich so nahe, dass jeder in die Umlaufbahn des anderen überwechselt.

Das gezeigte Bild ist Teil der 20 Blätter umfassenden Mappe "Unser Sonnensystem".

Links:
Das Bild in der Originalgröße (2004x1326 Pixel, JPG, 228 kB)
Downloadseite der gesamten Bildermappe
Weitere Informationen auf der RPIF Überblicksseite

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Autor: Wilfried Tost, WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost
URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/364/index.shtml

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