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Highlight 441
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Ausgabe vom 06. Oktober 2009
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Luna 3 - Die Rückseite des Mondes
Auf den Tag genau zwei Jahre nach dem Start des ersten Satelliten (Sputnik 1) startete am 4. Oktober 1959 die sowjetische Raumsonde Luna 3, um wenige Tage später den Mond zu umrunden und die ersten Bilder der bisher unbekannten Rückseite des Mondes aufzunehmen. Dieses Jubiläum jährt sich in dieser Woche zum 50. Mal. Die Flugbahn der Raumsonde führte, von der Erde kommend, über den Südpol des Mondes zur Mondrückseite und von dort über den Nordpol wieder zurück in Richtung Erde. Der Südpol wurde am 6. Oktober 1959 in einer Höhe von nur 6.200 km überflogen. Anschließend schwang die Raumsonde weit in den Raum hinaus und begann am 7. Oktober bei einer Entfernung von 63.500 km mit den Aufnahmen. Dieser Abstand zum Mond war notwendig, um die gesamte Kugel des Mondes auf einmal auf das Foto zu bekommen. Zudem hatte man den Zeitpunkt so gewählt, dass die Rückseite des Mondes von der Sonne beleuchtet wurde. Auf dem mitgeführten chemischen 35 mm Fotofilm war Material für 40 Aufnahmen vorhanden. Innerhalb von 40 Minuten wurden 29 Bilder aufgenommen, die 70% der Rückseite abdeckten. Der Film wurde in der Raumsonde entwickelt und getrocknet. Als die Raumsonde wieder in Erdnähe war, wurde der entwickelte Film mit einem Scanner abgetastet und die Daten von insgesamt 17 Bildern übertragen. Die Auflösung betrug 1000 Scanlinien pro Bild. Die Bilder sind aus heutiger Sicht sehr grob, aber sie waren vor 50 Jahren die einzigen Daten und stellten eine einzigartige Leistung dar. Es war deutlich zu erkennen, das auf der Rückseite im Gegensatz zur Vorderseite nur wenige Mare-Gebiete enthalten waren. Eines der wenigen dunklen Gebieten von 277 km Durchmesser wurde später von der IAU offiziell mit dem Namen Mare Moskoviense versehen. Die dunklen Gebiete am linken Bildrand gehören noch zur Vorderseite des Mondes.
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Weitere Highlights der Woche zum Thema Mond Autor: Wilfried Tost, WWW-Bearbeiter: Wilfried Tost URL dieser Seite: http://solarsystem.dlr.de/HofW/nr/441/index.shtml |
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