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Einführung

Das Hubble Space Telescope, gestartet 1990 mit dem Space Shuttle Discovery (STS-31) ist das größte Observatorium im Weltraum, das außerhalb der störenden Atmosphäre Himmelsbeobachtungen mit bisher unerreichter Empfindlichkeit und Genauigkeit durchführt. Es kann 50mal schwächere Objekte (scheinbare Helligkeit) beobachten als die größten Teleskope auf der Erde.

Das Hubble Space Telescope ist ein Gemeinschaftsprojekt der NASA und der ESA. Die wissenschaftliche Betreuung erfolgt durch das Space Telescope Science Institute (STScI) in Baltimore, für Europa ist es die Space Telescope European Coordinating Facility (ST-ECF) in Garching bei München. Das Hubble Space Telescope besteht aus 3 Komponenten, dem Teleskop, dem Betriebsystem (Energieversorgung, Nachführung, Datenübertragung) und den wissenschaftlichen Instrumenten: die Weitwinkel/Planetenkamera (WFPC2), die Faint Object Camera (FOC), der Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS), das Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS), die Advanced Camera for Surveys (ACS) und ein High Speed Photometer (HSP).

Während einer ersten Service-Mission (STS-61) 1993 wurde eine erste Reparatur des Teleskops vorgenommen und damit das Problem der unscharfen Abbildung des Hauptspiegels behoben. Die neuen Instrumente Wide Field and Planetary Camera 2 (WFPC2) und Corrective Optics Space Telescope Axial Replacement (COSTAR) kompensierten das Problem. Während dieser Mission wurden auch die Sonnensegel ausgetauscht und neue Gyroskope installiert.

Während des Fluges STS-82 der Raumfähre Discovery vom 11. bis 21. Februar 1997 wurden der High Resolution Spectrograph und der Faint Object Spectrograph entfernt und durch folgende neue Instrumente ersetzt: Space Telescope Imaging Spectrograph (STIS), Near Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS). Außerdem wurde ein defekter Steuersensor und der Datenrekorder ausgetauscht, die Isolierung repariert und der Orbit um etwa 14 km angehoben.

Im Dezember 1999 erfolgte mit der Shuttle-Mission STS-103 eine dritte Reparatur, bei der aber keine wissenschaftlichen Experimente ausgetauscht wurden. Diese Reparatur diente ausschließlich der Wartung des Teleskopes. Der alte Bordcomputer wich einem neuen wesentlich schnelleren Modell, einer der drei Fine Guidance Sensoren (FGS) wurde durch einen neuen verbesserten ersetzt, die Handläufe mit Fiberglas verkleidet, um Schäden durch sich lösende Farbpartikel zu vermeiden, die Isolierung erneuert, die Gyroskope wurden ausgetauscht, ein neuer S-Band Single Access Transmitter installiert und die mechanischen Bandrekorder machten einem neuen leistungsfähigeren digitalen Solid State Rekorder Platz.

Im März 2002 fand der vierte Besuch beim Hubble Space Telescope statt. Während der Servicing Mission 3B mit der Shuttle-Mission STS-109 wurde ein neues wissenschaftliches Instrument installiert, die Advance Camera for Surveys (ACS), die wesentlich mehr wissenschaftliche Ergebnisse in gleicher Zeit liefern wird als die alte Kamera. Während der Mission wurden außerdem die Sonnenkollektoren durch kleinere, leistungsfähigere ersetzt, die Energiekontrolleinheit (Power Control Unit, PCU) ausgetauscht, was zum ersten Mal ein komplettes Herunterfahren der Systeme des Teleskops seit dem Start 1990 erforderte. Das Near-Infrared Camera and Multi-Object Spectrometer (NICMOS) ist mit einer Kühleinheit für die Infrarot-Kamera versehen worden und konnte damit nach zweijähriger Pause seinen Dienst wieder aufnehmen.

Die nächste Servicing Mission war für den Sommer 2003 geplant. Aufgrund des Shuttle-Unglücks vom Februar 2003 wurde diese Servicing Mission auf unbestimmte Zeit verschoben. Folgende Aktivitäten sollten unter anderem ausgeführt werden: Austausch der 1993 installierten Wide Field Planetary Camera 2 (WFPC2) durch den Nachfolger Wide Field Camera 3 (WFC3) und der Einbau des Cosmic Origins Spectrograph (COS) als Nachfolger von COSTAR, das nach der Entfernung der Faint Object Camera (FOC) nicht mehr benötigt wird.  

 
© DLR, Regional Planetary Image Facility, Rutherfordstr. 2, D-12489 Berlin 
Redaktion: Susanne Pieth 
WWW-Bearbeiter: Susanne Pieth, Carsten Keller, Susann Lier 
Erstellt: 01.09.1998
Letzte Änderung: 07.06.2017