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EinführungVon der Sonne aus gesehen ist Mars der vierte Planet. Er ist der Erde in vielem ähnlich. Zwar ist er nur ein Achtel so groß wie die Erdkugel und besitzt einen kleineren eisenhaltigen Kern, doch weist er wie die Erde Jahreszeiten auf, die infolge eines längeren Bahnumlaufs um die Sonne etwa sechs Monate dauern. Auch besitzt der Planet Polkappen und eine dünne Atmosphäre.Marsbeobachtungen lassen sich bis in die Zeit der frühen Hochkulturen zurückverfolgen. Wohl wegen seiner rötlichen, an Blut erinnernden Farbe wurde der Planet nach dem Kriegsgott Ares (Mars) benannt. Anfang des 17. Jahrhunderts fand Johannes Kepler mit Hilfe von wenigen, für seine Zeit aber sehr präzisen Marspositionen des dänischen Astronomen Tycho Brahe die bahnbrechenden "Keplerschen Gesetze". In den vergangenen Jahrhunderten benutzte man bei Marsoppositionen gerne den trigonometrisch gemessenen Erde-Mars-Abstand zur Bestimmung der Astronomischen Einheit. 1877 erlag Schiaparelli einer optischen Täuschung, als er graben- und rillenartige Strukturen auf dem Mars wähnte, die er "canali" nannte. Für viele Zeitgenossen Schiaparellis konnten sie nur künstlichen Ursprungs sein und wurden noch lange Zeit später, als in der Fachwelt bereits die optische Täuschung erkannt war, zum Anlass genommen, an eine intelligente Zivilisation auf unserem Nachbarplaneten zu glauben. Wenngleich man heute aufgrund der Messungen der Viking-Sonden Lebensformen auf dem Mars bisher ausschließen kann, so ist der Planet zu einem langfristigen Ziel der internationalen Raumfahrt geworden. Dank Mariner 9 sowie Viking 1 und 2 kennen wir die Oberflächenbeschaffenheit und -formationen recht gut. Grob kann man die Oberfläche in zwei große Regionen unterteilen: ein nördliches Gebiet mit Tiefebenen und ein südliches Kraterhochland. Hinzu kommen in Äquatornähe der 25 km hohe und 600 km breite Hot-Spot-Schildvulkan Olympus Mons und seine drei schlankeren "Geschwister" (Arsia Mons, Ascraeus Mons und Pavonis Mons) in der 6 km hohen Tharsis Region sowie der riesige Canyon Valles Marineris, der 5000 km lang, bis zu 200 km breit und 6-7 km tief ist. Im Einzugsgebiet des Canyons fällt eine Landschaft mit zahlreichen ausgetrockneten Flussbetten und kleineren Canyons auf - ein Hinweis darauf, dass früher einmal Wasser oder Gletschereis auf dem Mars geflossen sein könnte. Auf der südlichen Hemisphäre liegen schließlich noch das Hellas- und Argyre-Becken; die Polkappen sind je nach Jahreszeit mit einer dicken Schicht aus Wasser- und/oder Kohlendioxideis bedeckt. Die Temperaturen können tagsüber im Sommer in Äquatornähe bis auf +30° Celsius ansteigen, in winterlicher Marsnacht dagegen bis auf -150° Celsius an den Polen abfallen. Die Tagesdurchschnittstemperaturen am Äquator liegen unterhalb des Gefrierpunktes. Wie bei der Venus besteht die Marsatmosphäre überwiegend (zu 95%) aus Kohlendioxid (CO2); der Druck an der Oberfläche beträgt jedoch nur 6 Millibar (auf der Erde 1013 mbar). In der Marsatmosphäre können sich Wolken aus Wasserdampf und jahreszeitlich bedingt gewaltige Stürme entwickeln, die Sand und Staub bis in eine Höhe von 50 km aufwirbeln und über den ganzen Planeten verteilen, was zu einer gelbbräunlichen Trübung des Himmels und deutlich sichtbaren Dünenfeldern führt. Viele Staubstürme sind regional begrenzt, doch alle fünf bis zehn Jahre können sie globale Ausmaße annehmen.
Die MarsmondeDie beiden Marsmonde Phobos und Deimos, 1877 entdeckt, weisen viele Ähnlichkeiten auf. Phobos ist der innere der beiden Monde. Phobos und Deimos besitzen eine sehr unregelmäßige Form mit den Abmessungen: Phobos: 26,8 x 22,4 x 18,6 km und Deimos: 15 x 12,2 x 10,8 km. Beide haben eine sehr dunkle Oberfläche, die nur ca. 5 Prozent des Sonnenlichts reflektiert. Phobos weist einige Einschlagskrater auf, von denen Stickney mit 12 km Durchmesser und Hall mit 5 km Durchmesser die größten sind.
KartenAufgrund des umfangreichen Kartenmaterials vom Mars bieten wir Ihnen diesen Teil unseres Bestandsverzeichnisses als PDF-Datei zum Herunterladen an.
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| © DLR, Regional Planetary Image Facility, Rutherfordstr. 2, D-12489 Berlin Redaktion: Susanne Pieth WWW-Bearbeiter: Susanne Pieth, Carsten Keller, Susann Lier Erstellt: 01.09.1998 Letzte Änderung: 08.02.2012 |
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