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EinführungMerkur ist der innerste Planet in unserem Sonnensystem. Wegen seiner Sonnennähe ist er von der Erde aus visuell nur etwa zwei Stunden vor Sonnenaufang bzw. zwei Stunden nach Sonnenuntergang zu sehen und das auch nur dann, wenn zur Beobachtungszeit die Ekliptik möglichst steil zum Horizont verläuft. In jeweils 217 Jahren zieht Merkur von der Erde aus gesehen 20mal im November und neunmal im Mai als schwarzer Fleck über die helle Sonnenscheibe, das nächste Mal am 9. Mai 2016. Merkurs Bahn ist stark elliptisch und infolgedessen gibt es eine großen Unterschied zwischen der Aphel- und Periheldistanz. Im Perihel nähert sich der Planet bis auf 46 Millionen km der Sonne an (bezogen auf den Sonnenmittelpunkt), im Aphel ist er 70 Millionen km von ihr entfernt. Aufgrund der großen Sonnennähe läßt sich bei Merkur recht gut der relativistische Anteil der Periheldrehung der Bahn nachweisen. Zwischen der Rotations- und Orbitalperiode besteht eine Kopplung: während drei Rotationen um die eigene Achse umrundet Merkur zweimal die Sonne. Dies führt dazu, dass einer kompletten Tag-Nacht-Periode auf dem Planeten 176 irdischeTage entsprechen. Die Temperaturen auf Merkur schwanken dabei von -180 °C bis +430 °C. Merkur ist bis auf Pluto kleiner als alle anderen Planeten im Sonnensystem und auch kleiner als der Jupitermond Ganymed und der Saturnmond Titan. Dennoch ist seine mittlere Dichte mit der der Erde durchaus vergleichbar, was zu der Annahme führt, dass Merkur einen relativ ausgedehnten, schweren eisen- und nickelhaltigen Kern besitzen muss. Das Magnetfeld des Planeten wurde zu einem Hunderstel des Erdmagnetfeldes gemessen. Merkurs Oberfläche ist voller Einschlagkrater in allen Größen, wie man sie vom Mond her kennt. Die imposanteste Oberflächenstruktur ist das Caloris-Becken mit einem Durchmesser von 1300 km. Der für diesen Einschlag verantwortliche Körper muss mit solch einer Wucht aufgeprallt sein, dass man noch auf der gegenüberliegenden Seite die Auswirkungen der im Planeten "fokussierten" Schockwellen erkennen kann. Grob betrachtet ist Merkur innen wie die Erde und außen wie der Erdmond aufgebaut. Doch anders als auf dem Mond findet man auf Merkur ausgeprägte Böschungen ("scarps"), die eine Schrumpfung des Kerns während der Abkühlphase nahelegen.
Missionen zum Merkur
Kataloge und Dokumentationen
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| © DLR, Regional Planetary Image Facility, Rutherfordstr. 2, D-12489 Berlin Redaktion: Susanne Pieth WWW-Bearbeiter: Susanne Pieth, Carsten Keller, Susann Lier Erstellt: 01.09.1998 Letzte Änderung: 12.04.2013 |
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