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Wenn Sie eines der folgenden Bilder anklicken, können Sie es in höherer Auflösung betrachten.
Sehr hoch aufgelöste Aufnahmen finden Sie über den Link "mehr Info" bei jedem Bild.

 
 

Blick auf den Dreifachkrater in Terra Sirenum (MEX-H17-010)

Diese ungefähr 45 Kilometer lange und 24 Kilometer breite Vertiefung in der rechten Bildhälfte besteht aus drei sich überlagernden Einschlagskratern. Sehr wahrscheinlich ist der Dreifachkrater durch einen Asteroiden entstanden, der vor seinem Einschlag in drei Stücke zerbrach. Der Dreifachkrater ist von einer charakteristischen mehrlagigen Auswurfdecke umgeben. Um diese zu bilden, muss der Einschlag auf der Oberfläche unter einem flachen Winkel erfolgt und im Untergrund wahrscheinlich Bodeneis vorhanden sein, das beim Einschlag verflüssigt oder verdampft wird und sich mit dem anstehenden Gestein zu einer schlammigen Auswurfmasse vermengt. Norden liegt rechts im Bild.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin – CC BY-SA 3.0 IGO. Mehr Info

 

Anaglyphenbild des Dreifachkraters in der südlichen Hochlandregion Terra Sirenum (MEX-H17-011)

Aus dem senkrecht auf die Marsoberfläche gerichteten Nadirkanal und einem der vier schrägblickenden Stereokanäle des vom DLR betriebenen Kamerasystems HRSC auf der ESA-Sonde Mars Express lassen sich sogenannte Anaglyphenbilder erzeugen. Sie ermöglichen bei der Verwendung einer Rot-Blau- oder Rot-Grün-Brille einen realistischen, dreidimensionalen Blick auf die Landschaft. Der Dreifachkrater (rechte Bildhälfte) ist sehr wahrscheinlich durch einen Asteroiden entstanden, der vor seinem Einschlag in drei Stücke zerbrach. Norden liegt rechts im Bild. In der 3D-Betrachtung treten einige interessante Landschaftsmerkmale plastisch hervor, so zum Beispiel die Auswurfdecke, die sich um die Krater gelegt hat, zahlreiche kleine "Kraterketten", die - als Sekundärkrater bezeichnet - von Gesteinsbrocken erzeugt werden, die bei der Entstehung der großen Krater ausgeworfen wurden. Fast genau senkrecht durch die Bildmitte, also in ost-westlicher Richtung, verläuft ein geradliniger Grabenbruch, der zeigt, dass das Hochland von Sirenum Terra auch tektonischen Spannungen ausgesetzt war. Die meisten anderen großen Krater sind schon stark erodiert. Sie haben kaum noch Ränder, die über die Umgebung herausragen und einen flachen Boden, was zeigt, dass Material aus der Umgebung durch Wind- oder Wassertransport ins Innere dieser Krater verfrachtet und als Sedimente abgelagert wurden. Diese Ablagerungen können teilweise aber auch vulkanischen Ursprungs sein.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin – CC BY-SA 3.0 IGO. Mehr Info

 

Falschfarbendarstellung der Topographie des Dreifachkraters in der Region Terra Sirenum (MEX-H17-012)

Aus dem senkrecht auf die Marsoberfläche gerichteten Nadirkanal und den Stereokanälen der HRSC-Kamera werden digitale Geländemodelle der Marsoberfläche in einer Genauigkeit von bis zu zehn Metern pro Bildpunkt (Pixel) berechnet. In diesen farbkodierten Darstellungen lassen sich gut die absoluten Höhen über einem Bezugsniveau, dem Areoiden (vom griechischen Wort für den Mars, Ares, abgeleitet) darstellen, der dem Meeresspiegel auf der Erde entspricht. Anhand der Farbskala oben rechts im Bild können diese Höhenwerte abgelesen werden. Die farblich dargestellten Höhenunterschiede verdeutlichen die Tiefe des Dreifachkraters in der rechten Bildhälfte: Die Tiefe von fast 2000 Metern zeigt, dass diese Krater deutlich jünger als die Krater der Umgebung sind, die allesamt nur noch ein flaches Profil aufweisen und ihre Vertiefung von Sedimenten oder Lavaströmen angefüllt ist. Norden liegt rechts im Bild.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin – CC BY-SA 3.0 IGO.Mehr Info

 

Dreifachkrater in der Region Terra Sirenum (MEX-H17-013)

Bei diesem Krater handelt es sich sehr wahrscheinlich um einen Dreifachkrater, der durch einen Asteroiden verursacht wurde, der vor seinem Einschlag in drei Stücke zerbrach. Am Boden des Kraters befinden sich geschichtete Ablagerungen. Diese sind auch in vielen weiteren Einschlagskratern in der Umgebung zu finden und lassen darauf schließen, dass über einen längeren Zeitraum in dieser Gegend flüssiges Wasser auf der Marsoberfläche vorhanden war.
Quelle: ESA/DLR/FU Berlin – CC BY-SA 3.0 IGO. Mehr Info

 

Topographische Übersichtskarte eines Teils der Region Terra Sirenum (MEX-H17-014)

Diese Übersichtskarte zeigt einen Teil der Region Terra Sirenum, eine ausgedehnte, sehr alte Hochlandregion im Südwesten der Vulkanprovinz Tharsis. Es gibt Hinweise darauf, dass in der Marsvergangenheit Grundwasser aus dem Boden austrat und verdunstete. Hydrologische Modellrechnungen für diese Marsregion lassen auf einen ehemals hohen Grundwasserspiegel schließen. Die Farbcodierung des Bildes verdeutlicht Höhenunterschiede der Oberfläche (grün bedeutet tiefliegend, rot bedeutet hochliegend). Die im Artikel beschriebenen Aufnahmen entstammen dem kleinen Rechteck innerhalb des Bildstreifens, der von der HRSC-Kamera während Orbit 16.565 aufgenommen wurde.
Quelle: NASA/JPL/MOLA; FU Berlin. Mehr Info

 

Mehr Informationen zur Mission Mars Express und zum technischen Hintergrund finden Sie auf der Mars Express-Website des Instituts oder auf der allgemeinen Mars Express-Seite des DLR.

Download-Möglichkeit für viele andere Bilder in hoher Auflösung finden Sie im Planetary Photojournal der NASA!

 
 
© DLR, Regional Planetary Image Facility, Rutherfordstr. 2, D-12489 Berlin 
Redaktion: Susanne Pieth 
WWW-Bearbeiter: Susanne Pieth, Carsten Keller, Susann Lier 
Erstellt: 01.09.1998
Letzte Änderung: 07.06.2017