Zum Inhalt springen Zur Navigation springen
Zeige Navigation

Die Verteilung der Asteroiden im Asteroidengürtel wird vor allem vom Gravitationseinfluss des Riesenplaneten Jupiter bestimmt. In einigen Bereichen des Gürtels findet man so gut wie keine Asteroiden, in anderen Zonen dagegen treten sie in großer Zahl auf. Die Abstände untereinander betragen aber fast immer mindestens eine Million Kilometer, so dass die Passage mit einer Raumsonde durch den Asteroidengürtel kein großes Problem darstellt. Denkbar ist, dass auch die beiden kleinen Marsmonde Phobos und Deimos einst zu den Asteroiden gehörten, dem Planeten Mars irgendwann zu nahe kamen und von ihm eingefangen wurden.

Neun verschiedene Ansichten des Asteroiden Ida in Echtfarbe, aufgenommen 1993 während der Annäherung der Sonde Galileo an den Asteroiden. (© NASA/JPL)Neun verschiedene Ansichten des Asteroiden Ida in Echtfarbe, aufgenommen 1993 während der Annäherung der Sonde Galileo an den Asteroiden. (© NASA/JPL)Der Durchmesser der meisten bekannten Asteroiden liegt zwischen 20 und 100 Kilometern. Ceres ist mit einem Durchmesser von etwa 950 Kilometern das größte Objekt im Asteroidengürtel und wurde mittlerweile als Zwergplanet (siehe Kapitel „Kuipergürtel und Zwergplaneten“) eingestuft. Als Ergebnis der häufigen Kollisionen zwischen einzelnen Asteroiden wird die Population im Asteroidengürtel allmählich zu immer mehr Bruchstücken zerkleinert. Es gibt keine untere Grenze in der Größenverteilung: Mit den großen Asteroiden kreisen Abermillionen kieselsteingroßer Gesteinsbrocken und Staubteilchen um die Sonne.

Einige Asteroiden haben stark exzentrische Bahnen und kreuzen die Bahnen von Mars, Erde oder sogar des Merkur. Insbesondere die erdnahen Asteroiden oder „Near-Earth Asteroids“ (NEAs) werden in jüngster Zeit intensiver studiert, um langfristig ihre Kollisionswahrscheinlichkeiten mit der Erde und deren mögliche Auswirkungen zu bestimmen. (1036) Ganymed ist mit einem Durchmesser von 31 Kilometern der größte bekannte NEA. Die Anzahl von NEAs mit Durchmessern größer als einem Kilometer beträgt ungefähr 1000. Der Einschlag eines Objekts in dieser Größenklasse auf der Erde wäre katastrophal und würde globale Auswirkungen haben. Modellrechnungen gehen davon aus, dass ein kilometergroßer NEA ein- bis zweimal in einer Million Jahre auf die Erde stürzt.