Sonnensystem und vergleichende Planetologie
Das Sonnensystem, unsere nähere kosmische Heimat, ist nur eines von vielen Planetensystemen im Weltall. Bis heute (Mai 2024) sind mehr als 5500 Planeten um andere Sterne bekannt. Wir dürfen davon ausgehen, dass in den kommenden Jahren noch sehr viele Planeten und Planetensysteme entdeckt werden. Dabei zeigen sich durchaus bedeutsame Unterschiede: So finden wir in extrasolaren Planeten-systemen oft Riesenplaneten wie Jupiter und Saturn auf sternnahen Bahnen, auf denen sich im Sonnensystem die relativ kleinen erdähnlichen Planeten befinden.
Die Monde im Sonnensystem
Die Planeten und Zwergplaneten unseres Sonnensystems haben zusammen 293 (Stand Februar 2024) bekannte Monde oder Trabanten. Diese weisen sehr unterschiedliche Größen auf, von kleinen Gesteins- und Eisbrocken bis hin zu planetaren Körpern wie Ganymed, Callisto, Io und Titan, die größer als der Erdmond sind. Mindestens 19 dieser Monde haben Kugelgestalt.
Wie ist das Sonnensystem entstanden?
Aktuelle Theorien zur Entstehung unseres Sonnensystems basieren auf der allgemein akzeptierten und erstmals von Immanuel Kant und Pierre Laplace im 18. Jahrhundert formulierten Vorstellung, dass die Sonne und die Planeten vor rund 4,56 Milliarden Jahren gleichzeitig oder kurz nacheinander durch den Kollaps eines rotierenden Urnebels aus Gas und Staub entstanden sind.