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Die Erde ist der größte und massereichste der vier inneren Planeten des Sonnensystems, die man aufgrund einiger Ähnlichkeiten mit unserem Heimatplaneten auch die „terrestrischen“, die erdähnlichen Planeten nennt. Neben der Erde sind dies die Planeten Merkur, Venus und Mars, aber auch der Mond wird dazugezählt. Über 50 Prozent der Gesamtmasse dieser fünf Körper entfallen auf die Erde.

Globale Ansicht der Erde mit Nord- und Mittelamerika, aufgenommen von Apollo 16 auf dem Weg zum Mond. (© NASA)Globale Ansicht der Erde mit Nord- und Mittelamerika, aufgenommen von Apollo 16 auf dem Weg zum Mond. (© NASA)Im Vergleich mit den anderen erdähnlichen Körpern hat sich die Erde höchst differenziert entwickelt: Im Laufe von viereinhalb Milliarden Jahren brachte sie mehr Mineral- und Gesteinsvariationen hervor als alle anderen Planetennachbarn. Sie ist vor allem auch deshalb einzigartig, weil sie alle notwendigen physikalischen und chemischen Voraussetzungen für eine längerfristig angelegte Existenz vielfältiger, entwicklungsfähiger und hochorganisierter Lebensformen bietet. Sie befindet sich in dem Abstand zur Sonne, der „habitable Zone“ genannt wird und dadurch definiert ist, dass Wasser im flüssigen Aggregatszustand auf der Oberfläche eines planetaren Körpers stabil sein kann.

Die Erde umkreist die Sonne einmal in 365,24 Tagen in einem durchschnittlichen Abstand von 149,6 Millionen Kilometern – dem Maß für die „Astronomische Einheit“ – mit einer mittleren Geschwindigkeit von 29,8 Kilometern pro Sekunde. Die Ebene der Erdbahn nennt man Ekliptik. Die Schiefe der Erdachse zum Lot auf die Ekliptik ist die Ursache für die Jahreszeiten, weil dadurch die Sonneneinstrahlung im Laufe eines Jahres unterschiedlich lang auf Nord- bzw. Südhalbkugel einwirkt. Die Eigenrotation der Erde bewirkt den allseits bekannten Wechsel von Tag und Nacht, deren Länge jahreszeiten- und breitengradabhängig ist. Das Zusammenspiel zwischen Erdrotation und Gravitationseinfluss von Sonne und Mond auf die Erde führt zum Gezeitenwechsel der Meere, dem auch Land- und Luftmassen unterliegen.