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Die Planeten unseres Sonnensystems haben zusammen über 170 bekannte Monde oder Trabanten. Diese weisen sehr unterschiedliche Größen auf, von kleinen Gesteins- und Eisbrocken bis hin zu planetaren Körpern wie Ganymed, Callisto, Io und Titan, die größer als der Erdmond sind.

Monde in unserem Sonnensystem (© NASA)Monde in unserem Sonnensystem (© NASA)Viele Trabanten wurden erst mit Hilfe von Raumsonden entdeckt. Nur einer von ihnen, der Saturnmond Titan, besitzt eine dichte Atmosphäre, und nur die Jupitermonde Europa, Ganymed und Callisto haben Magnetfelder, wobei die Felder durch das Magnetfeld des Jupiter induziert werden, während die Monde um ihn kreisen. Ganymed weist zusätzlich ein Magnetfeld auf, das wie das der Erde tief im Inneren des Körper erzeugt wird. Der Jupitermond Io ist der vulkanisch aktivste Körper im ganzen Sonnensystem und gibt im Mittel 20-mal mehr Wärme ab, als die wesentlich größere Erde. Unter den gefrorenen Eisdecken der Jupitermonde Europa, Ganymed und Callisto vermutet man Ozeane, und Bilder der Oberfläche von Europa, aber auch der von Ganymed deuten an, dass es in der Eiskruste Bewegungen gibt, die auf darunter verborgene Ozeane hindeuten. Auch die vorstehend erwähnten induzierten Magnetfelder weisen auf Ozeane hin. Man benötigt zur Erklärung der induzierten Felder eine oberflächennahe, elektrisch leitende Schicht, die am besten durch mit Elektrolyten angereichertes Wasser erklärt werden kann. Während die Monde der Riesenplaneten wahrscheinlich wie ein kleines Planetensystem um den zentralen Körper entstanden sind, handelt es sich bei anderen Monden wie den beiden Marsmonden Phobos und Deimos vermutlich um Asteroiden, die von der Anziehungskraft des Planeten eingefangen wurden, oder, wie im Falle des Saturnmondes Phoebe oder des Neptunmonds Triton, um Körper aus den ferneren Zonen des Sonnensystems, die durch die Schwerkraft auf Bahnen um die Planeten gelenkt wurden.