Zum Inhalt springen Zur Navigation springen
Zeige Navigation

Im Jahr 1984 wurden bei Sternbedeckungen erstmals Ringbögen um Neptun entdeckt, ein wichtiger Hinweis auf ein mögliches Ringsystem. Auf den Bildern der Raumsonde Voyager 2 waren fünf Jahre später zwei schmale, vollständige, scharf begrenzte Hauptringe mit Radien von 63.000 bzw. 53.000 Kilometern und einer Breite von jeweils 10 bis 15 Kilometern zu erkennen.

Die Neptunringe, aufgenommen von Voyager 2 im August 1989. (© NASA/JPL)Die Neptunringe, aufgenommen von Voyager 2 im August 1989. (© NASA/JPL)Darüber hinaus wurden noch zwei bis drei schwächere Ringe entdeckt, die breiter sind und vermutlich aus kleineren, schlecht reflektierenden Teilchen bestehen. Benachbarte Schäfermonde sorgen aufgrund ihrer gegenseitigen Anziehungskraft dafür, dass die relativ staubreichen Verdichtungen der dunklen Ringe nicht innerhalb weniger Wochen vollständig zerfallen. Zudem werden Ringpartikel laufend durch Mikrometeoriteneinschläge auf die Oberflächen der inneren Neptunmonde nachgeliefert.

Die Ringe werden von innen nach außen folgendermaßen bezeichnet: Galle, Leverrier, Lassell, Arago und Adams. Die Ringbögen tragen die Namen Liberté, Egalité, Fraternité und Courage.