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Der heute als Zwergplanet eingestufte Asteroid Ceres wurde am 1. Januar 1801 von Giuseppe Piazzi entdeckt und nach der römischen Göttin des Ackerbaus und Patronin der Insel Sizilien benannt, wo Piazzi mit dem Teleskop der Sternwarte von Palermo seine Entdeckung machte.

Schon immer wurde Plutos Status als Planet kontrovers diskutiert – er ist zum einen sehr viel kleiner als die vier großen Gasplaneten des äußeren Sonnensystems, zudem ist seine Umlaufbahn stark gegenüber der Ekliptik geneigt. Pluto gehört zu einer Gruppe von möglicherweise bis zu 100.000 Objekten mit Durchmessern von mehr als 100 Kilometern, die jenseits der Umlaufbahn des Neptun die Sonne in einer schlauchförmigen Zone, dem Kuipergürtel umkreisen. In dieser Region umlaufen auch Pluto und seine Begleiter die Sonne. Dieses weit entfernte Gebiet ist von tausenden kleinster Eiswelten bevölkert, die sich in der Frühzeit des Sonnensystems gebildet haben.

1978 entdeckte James Christy am 1,5 m-Reflektor des U.S. Naval Observatoriums in Washington, D.C. eine kleine Ausbuchtung am Plutoscheibchen: der Mond Charon war entdeckt. Charon hat einen Durchmesser von 1212 Kilometern und umkreist Pluto in einem mittleren Abstand von 19.600 Kilometern einmal in 6,4 Tagen. Beide Körper rotieren „gebunden“, d.h. sie wenden sich gegenseitig stets dieselbe Hemisphäre zu. Das Massenverhältnis Mond zu Planet ist mit 1:10 das größte im Sonnensystem gefundene, so dass man Pluto und Charon auch als einen „Doppel- Zwergplaneten“ ansehen kann. Der Massenschwerpunkt des Systems liegt 1200 Kilometer über der Oberfläche Plutos.

War bis vor kurzem über die Landschaften und die Geologie von Pluto und Charon kaum etwas bekannt, änderte der Vorbeiflug der Raumsonde New Horizons am 14. Juli 2015 unser Bild des beliebten Zwergplaneten schlagartig. New Horizons wurde gezielt als kleine Raumsonde und deshalb als Vorbeiflugmission geplant, um das ferne Ziel überhaupt erreichen zu können, ehe Pluto sich auf seiner elliptischen Bahn noch viel weiter von der Sonne entfernt. So kam es, dass New Horizons als die bisher schnellste Raumsonde mit etwa 70.000 Kilometer pro Stunde neun Jahre lang bis hinter die Neptunbahn flog, um dann mit einer Relativgeschwindigkeit von 52.500 Stundenkilometer durch die Ebene der Mondebahnen hindurchzufliegen. Innerhalb weniger Stunden wurden alle vorgesehenen Experimente durchgeführt und hunderte von brillanten Aufnahmen gemacht, deren Übertragung zur Erde wegen der begrenzten Sendeleistung allerdings über ein Jahr andauerte.

Im Juli 2005 gab Michael E. Brown vom California Institute of Technology die Entdeckung eines Objekts aus dem Kuipergürtel bekannt, das mit 2272 Kilometern Durchmesser fast so groß ist wie Pluto. Nach der provisorischen Bezeichnung 2003 UB313 erhielt dieses Objekt den Namen Eris nach der griechischen Göttin der Zwietracht und des Streits. Sein Mond S/2005 (2003 UB313) 1 wurde nach Eris‘ Tochter und dem Dämonen der Ungesetzlichkeit Dysnomia benannt.